Vier Kategorien, illustriert.
i.Lieferketten
Beziehungen innerhalb von Lieferketten werden im Investment Management zunehmend als Instrument zur Identifizierung und Bewertung von Risiken verwendet. Anleger können störanfällige Knotenpunkte in der Struktur einer Lieferkette erkennen und den Spielraum für risikomindernde Maßnahmen ausloten — etwa wenn die Stabilität eines Lieferanten die Funktionsfähigkeit vieler nachgelagerter Unternehmen in Frage stellt.
Darüber hinaus kann eine genaue Analyse der Lieferkette die geschäftliche Robustheit eines Unternehmens bewerten (z. B. durch ein diversifiziertes Kundenportfolio) und Unternehmen identifizieren, die Marktmacht über ihre Konkurrenten ausüben können.

ii.Transaktionsdaten
Transaktionsdaten, wie zum Beispiel aus aggregierten Kreditkartenpanels, können besondere Muster im individuellen Konsumverhalten offenbaren, die als Grundlage für Anlageentscheidungen helfen können. Außerdem lassen sich mit ihrer Hilfe Hinweise auf potenzielle Betrugsfälle identifizieren — damit Investitionen nicht auf fehlerhaften Angaben beruhen.
Neu aufkommende Trends und Strukturbrüche im Konsumentenverhalten schlagen sich ebenfalls früh in Transaktionsdaten nieder; kombiniert mit anderen Datenquellen lässt sich die Zielgenauigkeit bestehender Vorhersagemodelle verbessern.

iii.Daten zu Stellenausschreibungen
Diese Daten gewähren Einblicke in den Arbeitsmarkt: Auf Unternehmensebene lassen sich Rückschlüsse ziehen über die Erschließung neuer Geschäftszweige, Einstellungsstopps oder die Fähigkeit, offene Positionen zu besetzen.
Im Aggregat helfen sie, Branchen und Regionen mit vielen Stellenangeboten zu identifizieren — ein Hinweis auf Wachstumspotenzial — und Sektoren mit rückläufigen Ausschreibungen, in denen rentable Investitionen unwahrscheinlicher geworden sind. Ebenso zeigt sich, welche Qualifikationen besonders nachgefragt sind und wo chronische Angebotslücken auf strukturelle Schwächen hindeuten.

iv.Social-Sentiment-Daten
Social-Sentiment-Daten können aus sozialen Medien, Nachrichtenquellen, Diskussionsforen und Blogs gewonnen werden. Mit ihrer Hilfe lässt sich die öffentliche Meinung analysieren — zu einem Unternehmen, einer Branche, einer Anlageklasse oder dem makroökonomischen Umfeld.
Die Kategorie wächst schnell: Welche aufkommenden Markttrends werden am stärksten diskutiert, wie wirken Nachrichten und Ereignisse auf das Investitionsverhalten? Als Echtzeit-Daten gelesen, kann Social Sentiment ein Frühindikator für Marktbewegungen und Anlagechancen sein.

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