Vier Bausteine, kurz erklärt.
i.Supervised Machine Learning
Im Supervised Machine Learning werden in den Daten explizit Zielvariablen erklärt, so dass der algorithmische Lernprozess sich auf deren Vorhersage fokussiert. Es kommt häufig in Klassifikations- oder Regressionsproblemen und im Probabilistic Modeling zur Anwendung. Grundvoraussetzung ist die Zuweisung einer Outputvariable für jede Beobachtung der Inputvariablen (sogenanntes Labeling) — dadurch kann der trainierte Algorithmus Vorhersagen auf Basis neuer, unbekannter Inputvariablen treffen.
Die Genauigkeit hängt von der Qualität der Trainingsdaten, dem Algorithmustyp und dem Erklärungsgehalt der eingesetzten Inputvariablen ab.

ii.Unsupervised Machine Learning
Im Unsupervised Machine Learning werden Lernalgorithmen verwendet, um Strukturen und Beziehungen innerhalb eines Datensatzes aufzuspüren — ohne vorherige Definition von Labels oder weitere Instruktionen des Anwenders.
Es kann verwendet werden, um Ausreißer oder Konzentrationen in den Variablen auszumachen, niedrigdimensionale Darstellungen hochdimensionaler Daten zu konstruieren und Muster oder Assoziationen festzustellen. Beispiele umfassen Clustering, die Identifikation von Assoziationsregeln und Anomalieerkennung.

iii.Neuronale Netze
Neuronale Netze sind eine Modellgruppe innerhalb des Machine Learning, deren Aufbau von neuronalen Netzen der Natur inspiriert ist. Sie bestehen aus miteinander verbundenen Knoten (Neuronen), durch die Informationen nach bestimmten Rechenvorschriften verarbeitet werden. Diese Netze können komplexe, nicht-lineare Beziehungen zwischen Input- und Output-Variablen lernen und modellieren — besonders effektiv für Mustererkennung sowie Klassifikations- und Regressionsaufgaben.
Die Genauigkeit hängt vom Architekturdesign, der Qualität der Trainingsdaten und einer vorsichtigen Abstimmung der Hyperparameter ab, um Overfitting zu vermeiden und die Generalisierungsfähigkeit zu erhalten.

iv.Recurrent Neural Networks
Recurrent Neural Networks sind eine Untergruppe neuronaler Netze, die häufig für Zeitreihen- bzw. Sequenzdaten verwendet werden. Im Gegensatz zu den meisten traditionellen Netzen können RNNs sich merken, in welcher Reihenfolge ihnen die Daten präsentiert werden, und unter diesem dynamischen Aspekt lernen.
Dies ermöglicht es, Muster im Zeitverlauf zu identifizieren und zukünftige Ereignisse auf Basis von Vergangenheitsdaten vorherzusagen — frühere Eingaben werden über Zustandsvariablen in Erinnerung gehalten, was RNNs besonders geeignet für sequentielle Entscheidungsfindung macht.

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